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Innenputz: vorbereiten, trocknen, prüfen

Stand: 10.2026

Der Innenputz ist der Schlussstrich unter alles, was in der Wand liegt. Er kommt in wenigen Tagen auf das ganze Haus und bringt dabei viel Wasser mit, das wieder heraus muss. Wer vorher nicht fotografiert und danach nicht lüftet, zahlt beides doppelt.

Was in dieser Phase passiert

  1. Untergründe werden vorbereitet, Übergänge zwischen verschiedenen Baustoffen abgeklebt oder mit Gewebe gesichert.
  2. Eckschienen und Laibungsprofile werden gesetzt.
  3. Der Putz wird maschinell aufgetragen, abgezogen und geglättet.
  4. Danach wird gelüftet und, je nach Jahreszeit, beheizt.
  5. Erst wenn die Wände trocken sind, geht es mit Estrich und Ausbau weiter.

Was du prüfst

Was du fotografierst, bevor es verschwindet

Worauf die nächste Phase wartet

Der Estrich kommt erst auf ausreichend trockene Wände, sonst nimmt der Boden die Feuchte auf. Wie lange die Trocknung dauert, hängt von Putzart, Jahreszeit und Lüftung ab; verlass dich auf die Angabe der Firma, nicht auf ein Datum im Plan. Danach folgt Estrich und Fußbodenheizung. Zieht sich die Trocknung, verschiebt sich der ganze Innenausbau und mit ihm die letzten Raten, was Bereitstellungszinsen kosten kann.

Typische Fehler

  1. Vor dem Putz nicht fotografieren. Der häufigste und teuerste Fehler dieser Phase.
  2. Fenster kippen statt stoßlüften. Die Feuchte bleibt, die Heizkosten steigen.
  3. Nachträge nach dem Putz. Eine zusätzliche Dose kostet jetzt Stemmen, Putz und Maler.
  4. Zu früh weiterarbeiten. Nasse Wände bremsen jeden folgenden Schritt.

In der App

Der Bauablauf erkennt den Innenputz als verdeckenden Schritt und stellt sieben Tage vorher die Aufgabe „Jetzt fotografieren“ mit der passenden Liste ein. Ein Tipp öffnet die neue Aufnahme in der Baudokumentation, schon mit Bauabschnitt. Bei Frost auf dem Putztermin zeigt die App zusätzlich eine Wetterwarnung aus der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes.

Häufige Fragen

Wie viel Wasser bringt der Putz ins Haus? Genug, um die Luftfeuchte spürbar zu erhöhen. Deshalb gehören Lüften und, je nach Jahreszeit, Heizen zum Bauablauf und nicht zur Kür.

Kann ich beim Putz Eigenleistung einbringen? Maschinenputz ist Facharbeit. Sinnvoll sind Vorarbeiten wie Abkleben, Schützen und Aufräumen, außerdem das Lüften in den Tagen danach.

Was tun bei Rissen im frischen Putz? Feine Schwindrisse sind nicht ungewöhnlich, größere oder durchgehende Risse gehören dokumentiert und gemeldet. Halte sie mit Foto und Datum fest und lass die Ursache vom Bauleiter oder einem Sachverständigen klären.


Teil 7 von 10 der Serie Bauphase für Bauphase. Vorher: Rohinstallation · Weiter: Estrich und Fußbodenheizung

BauZeuge-Redaktion. Sorgfältig recherchiert, alle Angaben ohne Gewähr.