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Was kostet ein Haus? Baukosten 2026

Stand: 08.2026

Die kurze Antwort: Ein schlüsselfertiges Einfamilienhaus kostet 2026 in Deutschland 2.300 bis 3.900 € pro Quadratmeter Wohnfläche, ein 140-m²-Haus also 322.000 bis 546.000 €, ohne Grundstück. Die vollständige Rechnung ist eine Formel mit vier Blöcken; wer einen Block vergisst, dem fehlen am Ende 50.000 € oder mehr. Wer lieber vom Budget aus denkt, steigt direkt in die Preisklassen ein: bis 300.000 €, bis 400.000 € oder bis 500.000 €.

Die vier Kostenblöcke

Block Anteil (typisch) Bei 140 m² in mittlerer Lage
Grundstück je nach Region extrem verschieden 60.000–300.000 €
Hausbau (schlüsselfertig) größter Block 322.000–546.000 €
Baunebenkosten 15–20 % der Gesamtsumme 65.000–90.000 €
Außenanlagen, Küche, Umzug wird am häufigsten vergessen 25.000–50.000 €

Das Grundstück ist die größte Unbekannte: Der Bodenrichtwert reicht 2026 von unter 100 €/m² in ländlichen Regionen Ostdeutschlands bis über 1.500 €/m² im Münchner Umland. Deshalb rechnen alle seriösen Angaben ohne Grundstück, wir auch.

Baukosten pro Quadratmeter (2026)

Ausbaustufe / Standard €/m² Wohnfläche 140 m²
Ausbauhaus (Innenausbau in Eigenleistung) 1.600–2.200 € 225.000–310.000 €
Schlüsselfertig, einfacher Standard 2.300–2.700 € 322.000–378.000 €
Schlüsselfertig, mittlerer Standard 2.700–3.100 € 378.000–434.000 €
Schlüsselfertig, gehoben 3.100–3.900 € 434.000–546.000 €

Zwei Einordnungen dazu:

Die 5 größten Preistreiber

  1. Keller oder Bodenplatte: Ein Keller kostet 115.000–130.000 €, eine Bodenplatte 20.000–35.000 €. Der Keller ist der teuerste einzelne Haken, den du im Konfigurator setzen kannst.
  2. Die Hausform: Jeder Erker, Winkel und jede Gaube kostet. Zwei Vollgeschosse auf rechteckigem Grundriss sind die günstigste Form pro m² Wohnfläche.
  3. Die Bemusterung: Zwischen Vertragsunterschrift und Baustart wählst du Böden, Bäder, Türen und landest typisch 10–15 % über dem Katalogpreis. Plane diesen Aufschlag von Anfang an ein.
  4. Der Baugrund: Hanglage, hoher Grundwasserstand oder schlechter Boden verteuern die Gründung um 10.000–50.000 €. Deshalb: Bodengutachten vor dem Grundstückskauf.
  5. Die Haustechnik: Wärmepumpe ist 2026 Standard und eingepreist. Photovoltaik mit Speicher (15.000–25.000 €) und Lüftungsanlage sind es oft nicht; nachrüsten ist teurer als mitbauen.

Beispielrechnung: Das 450.000-€-Projekt

140 m² schlüsselfertig, mittlerer Standard, Bodenplatte, erschlossenes Grundstück in NRW:

Position Betrag
Grundstück (500 m² × 300 €) 150.000 €
Haus schlüsselfertig inkl. Bodenplatte 300.000 €
Zwischensumme „Kaufpreis“ 450.000 €
Baunebenkosten (Pflichtposten) ca. 36.000 €
Außenanlagen, Küche, Umzug ca. 35.000 €
Realistische Gesamtkosten ca. 521.000 €

Die Herleitung der Baunebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar und Makler auf das Grundstück, Baugenehmigung und Hausanschlüsse auf das Haus) findest du in der Baunebenkosten-Checkliste, inklusive der Posten, bei denen du sparen kannst, und der zwei, bei denen du es nicht solltest.

Wo du sparen kannst

Häufige Fragen

Was kostet ein Haus mit 120, 140 oder 160 m²?

Wohnfläche Schlüsselfertig (mittlerer Standard)
120 m² 325.000–370.000 €
140 m² 380.000–435.000 €
160 m² 430.000–495.000 €

Jeweils ohne Grundstück und Nebenkosten.

Ist bauen oder kaufen günstiger? Eine Bestandsimmobilie ist im Kaufpreis meist günstiger, bringt aber Sanierungskosten und den energetischen Zustand als Unbekannte mit. Der Neubau ist planbarer und effizienter, kostet dafür mehr pro m². Pauschal entscheidet das der lokale Markt, nicht die Bauform.

Werden die Baupreise 2026 wieder fallen? Darauf zu warten war in den letzten 15 Jahren fast immer ein Verlustgeschäft: Moderate Preisanstiege sind der Normalfall, und steigende Zinsen fressen gesparte Baukosten schnell auf. Entscheidend ist dein Budget, nicht das Markt-Timing.


Nächster Schritt: Prüfe mit dem Hausbau-Fahrplan, an welcher Stelle du stehst, und rechne dein Budget inklusive Baunebenkosten durch, bevor du Angebote einholst.


Zur Einordnung der Preisentwicklung: Der amtliche Baupreisindex für Wohngebäude des Statistischen Bundesamts lag im 2. Quartal 2026 bei 140,3 Punkten (2021 = 100), +5,0 % zum Vorjahr. Die m²-Spannen auf dieser Seite sind Marktbeobachtung (Stand 08.2026); eine amtliche m²-Preisreihe gibt es nur bis 2021. Die monatliche Entwicklung von Zinsen und Baupreisen verfolgt der Zins- und Marktmonitor.

BauZeuge-Redaktion. Sorgfältig recherchiert, alle Angaben ohne Gewähr.